Was ist Nervenheilkunde

Die Nervenheilkunde umfaßt
zwei große Fachgebiete der Medizin, die Neurologie und die Psychiatrie
und Psychotherapie.

Die Neurologie ist die
medizinische Fachdisziplin, die sich mit der Diagnose und der Behandlung
von Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarkes und von deren Hüllen, den
Hirnhäuten sowie der Nerven des menschlichen Körpers und deren
Verbindungen zu den Muskeln, z. B. im Gesicht, in den Armen und Beinen,
befasst.

Die Psychiatrie ist die
medizinische Fachdisziplin, die sich mit der Vorbeugung,
der Diagnose und der Behandlung seelischer Störungen befasst.

Die Psychotherapie ist
ein therapeutischer Teilbereich der Psychiatrie.
Unter Psychotherapie werden alle psychologischen Verfahren zur
Behandlung seelischer Störungen, Krankheiten und Leidenszustände
zusammengefaßt.
Die Ausbildung zum Psychotherapeuten ist eine therapeutische
Zusatzausbildung, die sowohl Ärzte jeder Fachrichtung als auch
Psychologen machen können. Es gibt daher ärztliche und psychologische
Psychotherapeuten.

Die beiden Fachgebiete Neurologie und Psychiatrie überlappen sich in großen Teilen. Eine körperliche Erkrankung des Gehirns wie ein Hirntumor oder ein Hirninfarkt kann auch
zu seelischen Veränderungen führen.
Andererseits können seelische Erkrankungen wie Depressionen oder psychotische Zustände von körperlichen Veränderungen des Gehirns augelöst werden oder auch umgekehrt diese begünstigen.
Ein weiteres Beispiel für die enge
Verzahnung der beiden Gebiete sind auch die Demenzerkrankungen.

Wie in keinem anderen Fachgebiet wird in der Nervenheilkunde deutlich,
dass Körper und Seele nicht zu trennen
sind.
Körper und Seele gehören zu uns Menschen und sind untrennbar in jedem von uns vereint.
Die strikte Trennung von körperlichen und
seelischen Krankheiten ist weitgehend willkürlich.